Vom Schopf zur Werkstatt

Kennst du das? Man hat eine Vorstellung im Kopf, wie eine Werkstatt am Schluss aussehen soll. Sauber, praktisch, alles am richtigen Ort, genug Licht, genug Platz und natürlich eine Werkbank, die genau dort steht, wo sie hingehört.

Die Realität sieht dann meistens etwas anders aus.

Seit dem Start wurde in der Werkstatt R166 nicht einfach nur eingeräumt, sondern richtig umgebaut. Altes raus, Türen montieren, Lampen an die Decke, damit man beim Schrauben nicht nur ahnt, wo die Schraube liegt, sondern sie auch wirklich sieht. Das Lager war eines der ersten Themen, denn irgendwo müssen Werkzeug, Ersatzteile, Material und die ganzen „das kann man sicher noch brauchen“-Sachen ja hin.

Und genau dort beginnt das Werkstatt-Leben: Kaum ist eine Ecke fertig, kommt neues Material dazu. Dann wird umgestellt, umgeräumt, neu sortiert und zwei Wochen später wieder alles verschoben, weil die Lösung doch nicht ganz so genial war wie gedacht. Die Werkbank hat ihren Platz auch nicht beim ersten Versuch gefunden. Oder beim zweiten. Aber jetzt passt es. Wahrscheinlich.

Vieles in der Werkstatt entstand mit Material aus einem Abbruch. Türen, Holz, Platten und andere brauchbare Sachen bekamen bei R166 ein zweites Leben. Second Life ist hier nicht nur ein Spruch, sondern ziemlich oft die beste Lösung. Warum neu kaufen, wenn gutes Material schon da ist und nur darauf wartet, wieder verbaut zu werden?

Natürlich blieb es nicht beim Einräumen. Es wurde gestrichen, geputzt, gegipst, angepasst, geflickt und improvisiert. Da eine Wand, dort eine Türe, hinten vielleicht noch ein Ausgang? Ja, warum eigentlich nicht. Und wenn im Boden plötzlich noch ein Loch auftaucht, dann wird auch das zugemacht. Eine Werkstatt baut sich eben nicht von allein.

R166 ist bis heute nicht fertig. Und ganz ehrlich: Wahrscheinlich wird sie das nie sein. Eine gute Werkstatt wächst mit jedem Projekt. Es gibt immer etwas zu verbessern, umzubauen oder neu zu erfinden. Genau das macht sie aus.

Hier wird nicht nur geschraubt, hier wird gebaut, getestet, verschoben, wieder verworfen und am Schluss doch irgendwie besser gemacht als vorher. Eine echte Handwerker-Werkstatt eben: nicht perfekt aus dem Katalog, sondern mit Geschichte, Charakter und jeder Menge Eigenleistung.

Besichtigung

 Ausräumen

Türeinbau

Werkstatt Abgrenzung

Garagentor

Beleuchtung

Werkstatt einrichten

Boden Streichen

Einrichtung Garage