Peugeot 207 SW GTI – Mein kleiner Löwe mit Charakter

Nach dem Peugeot 206 war eigentlich klar: Es muss wieder etwas Neues her. Also habe ich im Internet herumgesucht und bin schlussendlich in Chur auf einen Peugeot 207 SW GTI gestossen.

Für das, wofür ich das Auto brauche, war er vielleicht ein kleines bisschen übertrieben. Aber hey, man sagt ja: Ab 50 kommt die Midlife-Crisis. Ob es wirklich daran lag, weiss ich nicht. Ich konnte es auf jeden Fall nicht sein lassen.

Bei der Besichtigung machte der 207 technisch einen guten Eindruck. Natürlich hatte er trotzdem ein paar Baustellen. Sonst wäre es ja auch langweilig gewesen.

Die erste Baustelle war ein alter Bekannter: die Klimaanlage. Wieder einmal die Frage: Soll ich oder soll ich nicht?
Na ja. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also wurde der Peugeot gekauft.

Als Erstes ging es an die Klima. Befüllen, testen, hoffen. Und siehe da: Sie funktionierte wieder. Schon mal ein guter Anfang.

Danach kam die Folierung an die Reihe. Denn ich wäre nicht Colin, wenn ich ein Auto einfach so lassen würde, wie es original war. Sobald so ein Fahrzeug bei mir steht, beginnt im Kopf schon die nächste Liste: Was könnte man ändern, verbessern oder ein bisschen schöner machen?

Nach der Folierung ging es im Innenraum weiter. Das originale Radio musste raus und wurde durch ein Android-Radio ersetzt. Damit kamen Navigation, Musik, CarPlay und später auch die Rückfahrkamera dazu. Natürlich war das nicht einfach nur einstecken und fertig. Aber genau solche Arbeiten machen es ja spannend.

Zwischendurch meldete sich auch die Technik. Der Turboschlauch machte Probleme und musste genauer angeschaut und ersetzt werden. Bei so einem Projekt gehört das halt dazu. Man kauft kein neues Auto, sondern ein Auto mit Geschichte. Und manchmal erzählt es einem diese Geschichte mit Zischen, Ruckeln oder Leistungsverlust.

Als Nächstes folgte die Rückfahrkamera. Gerade bei einem Kombi ist das schon eine feine Sache. Kabel sauber verlegen, anschliessen, testen und am Schluss sieht es aus, als wäre es schon immer drin gewesen. Genau so mag ich das.

Auch vorne bekam der 207 ein neues Gesicht. Die originalen Scheinwerfer waren nicht mehr wirklich schön. Vor allem das ausgebleichte Kurvenlicht störte mich. Also wurde auch dort Hand angelegt, damit die Front wieder frischer und stimmiger aussieht.

Weil die alte Kurvenlicht-Lösung in den Scheinwerfern nicht mehr das Wahre war, kam die Idee auf, das Kurvenlicht über die Nebelscheinwerfer umzusetzen. Also wieder eine neue Baustelle. Relais, Verkabelung, überlegen, testen. Am Ende bekam der 207 vorne nicht nur optisch ein Update, sondern auch eine Lösung, die für mich besser passt.

Danach waren die Sitzbezüge dran. Der Innenraum sollte nicht nur technisch besser werden, sondern auch wieder frischer aussehen. Mit den neuen Bezügen wirkte alles gleich gepflegter und passte viel besser zum restlichen Umbau.

Und jetzt sind die Sommerfelgen an der Reihe. Die hatten leider einen kleinen Malör hinter sich. Wegwerfen kam aber nicht infrage. Also werden sie wieder instand gesetzt und aufgearbeitet. Genau das gefällt mir an solchen Projekten: Nicht alles gleich ersetzen, sondern schauen, was man mit etwas Arbeit wieder retten kann.

So wurde aus einem Peugeot 207 SW GTI Schritt für Schritt mein persönlicher kleiner Franzose mit Charakter. Technisch gut gekauft, aber natürlich nicht original gelassen.

Denn wenn ich ehrlich bin: Fertig ist so ein Projekt bei mir wahrscheinlich erst dann, wenn mir wirklich gar nichts mehr einfällt.
Und das passiert eher selten.

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