Peugeot 206 – der kleine Franzose mit Charakter

Im Frühling 2024 kam dieser kleine Peugeot 206 zu mir. Eigentlich ganz praktisch gedacht: Ich stand kurz vor einer neuen Arbeitsstelle und brauchte ein zuverlässiges Auto für den Alltag. Beim Händler fand ich dann diesen Peugeot 206 aus dem Jahr 1999 mit knapp 190’000 Kilometern auf der Uhr.

Technisch war der kleine Flitzer für sein Alter erstaunlich fit. Motor, Fahrwerk und Grundsubstanz machten einen guten Eindruck. Optisch sah die Sache aber etwas anders aus. Innen war er noch recht ordentlich, aussen hatte er seine besten Jahre sichtbar hinter sich. Kurz gesagt: innen hui, aussen eher pfui.

Da ich ja gerne Dinge selber in die Hand nehme, war schnell klar: Den lasse ich nicht einfach so. Aus dem etwas müden Alltagsauto sollte wieder ein kleiner Jungtimer mit Charakter werden. Also wurde zuerst gründlich gereinigt, innen wie aussen. Danach ging es an die Vorbereitung der Karosserie. Schleifen, alte Stellen bearbeiten, teilweise die Farbe vom Dach lösen und alles bereit machen für eine neue Folierung.

Nach etwas Arbeit, Geduld und ein paar Flüchen später bekam der Peugeot seine neue Optik. Und weil ein kleiner Franzose ruhig auch ein bisschen französisch aussehen darf, spendierte ich ihm noch gelbe Lichter. Oldschool, schlicht und genau passend zu diesem Auto.

Ein paar tausend Kilometer später meldete sich dann die Klimaanlage. Sie wollte nicht mehr so richtig. Da ich eine Klimaanlage vorher noch nie selber befüllt hatte, kam wieder einmal die beste Werkstatt-Ergänzung zum Einsatz: YouTube. Also informiert, Material besorgt, ausprobiert und siehe da: Die Klima lief wieder.

Zumindest für eine Weile.

Nach weiteren Kilometern war die Kühlung wieder weg. Also nochmals befüllt, diesmal aber ohne Erfolg. Damit war klar: Das Problem sitzt tiefer. Nach längerer Fehlersuche zeigte sich, dass das System undicht war. Eine richtige Reparatur hätte bedeutet, einiges im Innenraum zu zerlegen und gleichzeitig auch im Motorraum grössere Arbeiten zu erledigen.

An diesem Punkt musste ich ehrlich sein: Für den Arbeitsalltag wäre ein Kombi einfach praktischer. Mehr Platz, mehr Nutzen und besser passend für Werkzeug, Material und alles, was halt so mitkommt.

Also begann die Suche nach etwas Neuem.

Und wie es manchmal so läuft, wurde ich fündig.

Der Peugeot 206 bleibt aber trotzdem ein cooles kleines Kapitel. Ein günstiger Kauf, viel selber gemacht, viel gelernt und am Ende ein kleiner Franzose, der mit neuer Folierung und gelben Lichtern wieder richtig Charakter hatte.